Gesellschaftliche Transformation in Ägypten

In den zweijährigen Lehraufenthalt von Daniel Fetzner in Kairo (2009-11) fällt der Sturz des Mubarak-Regimes im Januar 2011. Die Verarbeitung der Eindrücke mit dem Fokus auf Körper und Politik erfolgt in unterschiedlichen Formaten, über Studien- und Forschungsprojekte, in Form von Vorträgen, Fachartikeln und eines Blogs.

Revolte ohne Cloud - Vom Mythos der Facebook-Revolution in Ägypten

Essay in Ästhetik und Kommunikation 159/2013

Impulsreferat

»Tahrir, soziale Medien und Verkörperung«

Diskussion in der Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin Oktober 2012

»Das Tränengas zur Unterdrückung der Revolte am Tahrir hat eine ähnliche Wirkung wie die Computercloud der sozialen Netze: beides sind Nebelwolken zur sirenenhaften Betäubung der Sinne.«

Cross Cultural Media Furtwangen/Kairo 2013

Einwöchiger Workshop mit deutschen und ägyptischen Studierenden in Kairo über politische Transformationsprozesse in Ägypten - in Kooperation mit dem DAAD.

Salwa Bakr im Gespräch mit Sohn

Die ägyptischen Schriftstellerin und Dissidentin Salwa Bakr im Gespräch mit ihrem Sohn Haleem über die ägyptische Revolution und die Rolle der sozialen Medien

»I would like to watch you speaking and acting in the same time. But I don’t see the action behind these words.«

Salwa Bakr

Ein Projekt von Daniel Fetzner in Zusammenarbeit mit den Studierenden Miriam Vosseler, Alexander Graeff, Sabrina Brenzinger, Ina Julia Ebert, Fabian Hug und Riccarda De Vico. Übersetzung: Sara Elias

Protokolle während der Revolte in Kairo

Bericht von Daniel Fetzner auf SPIEGEL-Online

»Es passiert so schrecklich viel zwischen Silizium und seinen seelischen Outputs«

Friedrich Kittler (1994): Wenn die Freiheit wirklich existiert, dann soll sie doch ausbrechen. Wien

Beispiel eines Aneignungsprozesses: mehrere hundert junge Menschen reißen nachts eine Wand an dem engen Zufahrtsweg der Vorstadt Harrania ein. Am darauffolgenden Abend räumt ein Bulldozer die Gesteinsbrocken weg, Sand wird angeliefert, die Zufahrt erweitert. Mit dieser Aktion wird kurzerhand das Grundstück eines Spekulanten vergesellschaftet und neu gestaltet.

»Wenn Klänge, schrankenlos steuerbare Klänge von vorn und hinten, rechts und links, oben und unten auftauchen können, geht der Raum alltäglichen Zurechtfindes in die Luft. Die Explosion der akustischen Medien schlägt um in eine Implosion, die unmittelbar und abstandslos ins Wahrnehmungszentrum selber stürzt. Der Kopf, nicht bloss als metaphorischer Sitz eines sogenannten Denkens, sondern als faktische Nervenschaltstelle, wird eins mit dem, was an Information ankommt.« (Kittler, s.u.)

2012 / Rhythmus

»Time is only slow in relation to our time, to our body, the measure of rythms« Henri Levebvre (1992): Éléments de rythmanalyse

2011/ Installation

»Zeit im reelen ist diffuse Vibration, ursprungsloes Fiebern von fernher, Zerstäubung und Chaos.« Annette Bitsch (2001): always crashing in the same car

PickUp - 2010/ Forschung

→ Über das zwischenleibliche Gefüge von menschlichen und dinglichen Akteuren