PICKUP 2010

EXPLORATION CAIROROUNDABOUT

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Das Teilprojekt PICKUP von CairoRundabout untersucht das zwischenleibliche Gefüge von menschlichen und dinglichen Akteuren während einiger Fahrten mit einem Pickuptruck durch die Metropole am Nil

Der Improvisationsmusiker Harald Kimmig wird unmittelbar nach seiner Ankunft in Kairo auf der Ladefläche eines Lieferwagens durch die Stadt gefahren. Er befindet sich mit seiner Geige auf seiner mit Filz ausgekleideten Ladefläche und agiert als leiblicher Seismograph und Transformator (Pickup = Tonabnehmer) für Geräusche, Blicke, Gerüche und Beschleunigungsmomente.

Ort der Untersuchung sind mehrere Streckenabschnitte in und um Kairo.

Projektfilm, Video 13min | AUSSTELLUNG im kulturwerk T66, Freiburg

Die Fahrten führen durch die Enge der Sūqs, durch transitorische Räume der Stadtautobahn und durch Palmenhaine der Flußoase. Ziel ist ein Kreisverkehr in einer gesichtslosen Trabantenstadt am Rand der Wüste, wo lineare Wege in die zyklische Rotation der Schleife und zurück in die Linearität geführt werden. Aus der mobilen Raumperspektive stellt die schwindelnde Topologie des Roundabouts die Frage nach intermdialen Resonanzphänomenen zwischen dem Performer und seiner Umgebung.

Begleitseminar an der GUC

Im Rahmen der Ausstellung Als die Wälder auf Reisen gingen mit dem Ballett Pforzheim, Karl Blumenthal, Jeremy Deller & Alan Kane, Daniel Fetzner, Liam Gillick, Grizedale Arts, Martin Kippenberger, Jonathan Meese, myvillages.org, Marcel Odenbach, Daniel Richter, Daniel Roth, Andreas Schneider, Elfie Semotan, Wilhelm II, kuratiert von Robert Eikmeyer

» Katalog HOLZWEGE 12 MB





KONTEXT

"A cigarette in one hand, and the other reaching frequently for a cup of steaming tea or his cellphone, the 42-year-old Mustafa Noureddin steers his battered Peugeot taxi through Cairo's chaotic streets. "Driving in Cairo is a lot like playing Atari. Here, you dodge cars, pedestrians, donkey carts, buses. You try to make it to the end without hitting someone or getting hit."
San Francisco Chronicle, 03. Mai 2009

Autofahren in Kairo geschieht bei offenem Fenster mit Hupen, Rufen Handzeichen, Blickkontakten, also Ganzkörpereinsatz (Gregory 1985). Als technische Haut, als mobiles Verflechtungsinstrument und auch als soziale Interaktionsumgebung generiert es hybride Raumerfahrungen. Mit der massiven Industrialisierung und Urbanisierung der Stadt Kairo und dem starken Bevölkerungswachstum begann in den 1950er Jahren auch die Zahl der Autos sprunghaft anzusteigen. Heute werden täglich 1,5 Millionen Menschen durch die Megacity mit 20 Millionen Einwohnern transportiert, die meisten in Minibussen. Die Satellitenstädte am Rand der Wüste, ursprünglich zur Entlastung der Innenstadt geplant, verschärfen durch die hohe Zahl der Pendler das Problem weiter. Mit 160 Verkehrstoten im Jahr auf 100.000 Fahrzeuge hält Ägypten neben dem Iran einen traurigen Rekord, das Verkehrssystem steht seit Jahrzehnten vor dem Kollaps. Der Soziologe Stanford Gregory (1985) verglich das Fahrverhalten in Ägypten mit dem Sprechen einer kreolischen Sprache, die sehr auf Sichtbeziehungen beruht. Westliche Strassenverkehrsmuster funktionieren hier nicht, da die Interaktion der Fahrzeuge einer eigenen Grammatik folgt.

Wie ein allgegenwärtiger Teppich liegt ein oft ohrenbetäubender Straßenlärm über Kairo und obwohl der Gebrauch von Hupen offiziell unter Strafe steht, prägen diese das Klangbild der Stadt. Nur freitagmorgens wandelt sich die Soundscape, der Verkehr kommt zur Ruhe und die Rufe der Muezzins treten an dessen Stelle. Wie in anderen vergleichbaren Städten dieser Welt sind zu allen Tageszeiten zahllose Pickup Trucks im Einsatz, die unentwegt durch das feinadrige Urbanmonster am Nil streifen. Transportiert werden am Morgen und Abend Leiharbeiter und Schulkinder, den Tag über allerlei Lieferungen wie Waschmaschinen, Umzugsgut und Tiere.



VERSUCHSANORDNUNG

Schauplatz von CairoRoundabout ist die die ägyptische Metropole Kairo und Teile des Umlandes. Untersuchungsgegenstand ist das Körpergedächtnis des Performancekünstlers Harald Kimmig, der an drei aufeinanderfolgenden Tagen auf der Ladefläche eines Pickups die ihm unbekannte Stadt erkundet. Körper, Geige und Wagen sind Interface und Seismograph in einem, um den sozialen Raum auszuloten und mit ihm zu verwachsen.

Die Selbstwahrnehmung des Akteurs auf der Ladefläche des Wagens wird nach den Erscheinungsformen des prozeduralen, des situativen, des zwischenleiblichen, des inkorporativen und des traumatischen Leibgedächtnisses untersucht. Laut dem Heidelberger Psychiater Thomas Fuchs (2008) ist das "Gehirn als Beziehungsorgan" in kreisförmige Beziehungen von Organismus und Umwelt eingebettet, die seine Mikrostrukturen fortlaufend verändern". Besonderes Augenmerk bei CairoRoundabout kommt dabei den "Körpermikropraktiken" (Dowing 2004) des zwischenleiblichen Gedächtnisses von Mensch, Auto und Umwelt zu. 

Dem Prinzip der Feedbackschleife wird eine reale Rotation gegenübergestellt, die deutlich sinnlicher ist und zu realem Schwindel und einer dissoziierten Körpererfahrung führt. Der Performancekünstler lotet mit einer Geige auf der Ladefläche eines Pickups kinästhetische Momente aus, um dabei mit und gegen die Zentrifugalkraft, mit und gegen den Schwindel zu arbeiten. Er verkörpert einen "zyklotechnischen Organismus in der anthropokinetischen Situation einer Beschleunigung", ein Hybrid aus Turning Figurevon Francis Bacon (Demut 2010, S. 82) und den Precogs aus Minority Report. Die Spuren des Fahrzeugs werden per GPS aufgezeichnet und finden grafische Verwendung in der Rekonstruktion. Beschleunigungssensoren registrieren die Kräfte, die auf die Körper einwirken. Die beteiligten Akteure berichten im Interview über ihr Körpergedächtnis, das sich in der Interaktion mit dem Fahrzeug und der Umgebung ausbildet. Der Fahrer kennt die Wegstrecken aus mehrjähriger Erfahrung, hat sie mit seinem Fahrzeug mehrfach "überschrieben" und generiert somit einen parallelen (Erzähl)-Raum zur Erfahrung des Performers, der zum ersten Mal in Kairo ist. Das komplexe Geflecht von Perzeptionen und Interaktionen menschlicher und nicht-menschlicher Akteure wird zu diesem Zweck in den drei Dimensionen der Leiblichkeit, der Kommunikation und der Verortung durchleuchtet. Quer dazu erfolgt eine Betrachtung unter dem Aspekt der Rotation. Methodologisch orientiert sich die Arbeit an der Grounded Theory und Verfahren der Qualitativen Heuristik wie der dialogischen Introspektion.



1. LEIBLICHKEIT/EMBODIMENT

"The mind is inherently embodied. Thought is mostly unconcious. Abstract concepts are largely metaphorical."
Lackoff and Johnson, 1999

Beim Prozess des Fahrens kommt es zur Verschmelzung von Fahrer und Gerät, von Mensch und Medium. Der Kybernetiker Max Bense (1970) beschrieb das Auto als eine "transklassische Maschine", das Information verarbeitet und Kommunikation erzeugt. Im Übergang vom Technik-Haben zum Technik-Sein "greift das Auto in die Seinsweise des Menschen selbst ein" und es entsteht eine neue Art des Existierens: "Die bewußtseinsanaloge Maschine, das ichanaloge Auto, ein vollkommenes Mensch-Maschine-Team, eine existentielle Partnerschaft zwischen Störungen und Ängsten, zwischen maschinellen Aktionen und menschlichen Reaktionen, zwischen Signalen und Impulsen, zwischen Geräuschen und Entschlüssen“. Das Technische ist nicht mehr nur auf den instrumentellen Umgang mit Werkzeugen reduziert, sondern bestimmt grundlegend die Seinsverhältnisse. Ganz im Sinne von Arnold Gehlens Sichtweise auf die Technik als Organverstärkung kann die Technikphilosophie Benses als Vorgriff auf die Akteur-Netzwerk Theorie verstanden werden. Die Interaktion zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Akteuren wird radikal neu ausgehandelt. Das prozedurale Gedächtnis als Teil des Leibgedächtnisses aktualisiert sich während des Fahrens als ständiger Prozeß, der Leib und die Sinne selbst "werden zum Medium" (Fuchs 2009). Der Kulturwissenschaftler Thomas Alkemeyer (2004) beschreibt diesen Vorgang am Beispiel des Autofahrens:

"Fahrzeuge, die vom Menschen selbst gelenkt werden, (...) gehen im praktischen Gebrauch eine Verbindung mit dem Fahrzeuglenker ein. Praktische Prozesse der Technisierung und Habitualisierung der Bewegung, des Sich-Einrichtens und Vertrautwerdens mit dem Fahrzeug, des Erwerbs der Fähigkeit zu prinzipieller und aktueller Beherrschung, führen dazu, dass das Fahrzeug sowohl in technischer wie auch in stilistischer Hinsicht zu einem Teil der Person wird. Es dehnt die Person in beiden Dimensionen über ihre Grenzen hinaus aus, indem es nicht nur ihre physischen Möglichkeiten erweitert, sondern auch zu einem Teil eines überpersönlichen Lebensführungsstils wird, der den Anschluss an Gruppen von Gleichgesinnten gewährt. Auto und Motorrad erweitern die organischen Möglichkeiten des Menschen."



2. KOMMUNIKATION/INTERAKTION

"Beim Autofahren muss man fortwährend fremde Texte übersetzen, fremde Welten, Stile, Manieren und Marotten antizipieren. Denn das heißt es ja: mit den Fehlern der anderen kalkulieren. Darin kulminiert der Adel automobiler Intelligenz."

Jürgen Habermaas, 1954

Der pulsierende Rhythmus des Strassenverkehrs in Kairo mit Autos, Bussen, Eselfuhrwerken und Fußgängern erinnert an das Schwarmverhalten aus der Tierwelt. Jede Lücke wird genutzt, die Fahrzeuge fahren auch mit hohen Geschwindigkeiten auf Tuchfühlung und so gibt es kaum Autos ohne Blechschäden. Der Verkehr in der Stadt, häufig als chaotisch beschrieben, ist bei genauer Betrachtung ein hochkomplexer, massenkommunikativer Akt auf mehreren Ebenen. Das System funktioniert ohne Ampeln und Vorfahrtsregeln, viel wird situativ nach dem Shared Space Prinzip ausgehandelt. Zum besseren Verständnis dieser Kommunikation soll das zwischenleibliche Gedächtnis der Akteure untersucht werden, das sicher auch geschlechtsspezifische Merkmale aufweist. Vor kurzem wurde das erste weibliche Taxiunternehmen in Kairo gegründet (El-Gawhari 2010), das die Möglichkeit einer vergleichenden Betrachtung bietet.

Das Auto dient nicht nur als Fortbewegungsmittel des Menschen, es ist in Ägypten noch stärker als in europäischen Kulturen ein sozialer Akteur und ein Kommunikationsmedium im städtischen Raum. In Fortführung der Sichtweise von Deleuze und Guattari (1980), daß "die Beziehung zwischen Mensch und Maschine auf wechselseitiger, innerer Kommunikation, und nicht mehr auf Benutzung oder Tätigkeit" beruht, geht dieser Projektansatz von einer gegenseitigen Bedingung von Wahrnehmung und Handlung aus (Noe 2006).

Der Kommunikationsraum auf den Straßen entsteht durch die Handlung des Fahrens, die diesen zugleich wieder prägt. In dieser sozialen und körperlichen Interaktion fungiert das Fahrzeug als technisches Medium zur Welt. Es vermittelt zwischen sinnlicher Erfahrung, propriozeptiver Handlung und Umwelt. Komplexe biologische, physische und soziale Kommunikationsvorgänge werden in dem Kleinsystem des Kreisverkehrs im Zustand der permanenten Drehung untersucht. Aus der soziokybernetischen Perspektive stellt sich die kritische Frage, ob nicht Fahrzeuge mit "fleischloser Hülle zum bestmöglichen Leiter der gesellschaftlichen Kommunikation, zum Ort von unendlicher Rückkopplung" werden sollten, "um reibungslos vonstatten zu gehen" (Tiqun 2007).



3. VERORTUNG/LOKALISIERUNG

"Ort und Nicht-Ort sind fliehende Pole; der Ort verschwindet niemals vollständig, und der Nicht-Ort stellt sich niemals vollständig her."

Marc Augé, 1994

Wie schon in dem künstlerischen Forschungsprojekt lüderitzcargo (Fetzner/Finckh 1996) steht auch beiCairoRoundabout ein disloziertes Raumvolumen im Mittelpunkt. Ein Pickup Truck ist stärker noch als ein gewöhnliches Auto ein Non-Lieu, ein Raum ohne Ort (Augé 1994). Das Gefährt selbst wird zum Medium und Kommunikationsinstrument, zum Vermittler von Ich und Welt. Autofahren in Kairo geschieht bei offenem Fenster mit Hupen, Rufen Handzeichen, Blickkontakten, also Ganzkörpereinsatz. Als technische Haut, als mobiles Verflechtungsinstrument und auch als soziale Interaktionsumgebung generiert es hybride Raumerfahrungen. Es ist auch ein translokaler Grenzraum zwischen lokalen und globalen Strukturen schon in der Hinsicht, als die meisten Autos aus asiatischer Produktion stammen, aufgrund der besonderen Importbestimmungen in Ägypten aber im Land montiert werden müssen. Klimaanlage, Autoradio und GPS dislozieren den Innenraum vom staubigen, heissen, schmutzigen Draußen der Megalopole Kairo, die Ladefläche ist ein Raum dazwischen. 

Markus Schroer (2006) beschreibt das Auto in steigendem Maße als "eine nach außen hin abgeschlossene, innen zunehmend luxuriös ausgestattete Box, die immer seltener verlassen werden muss. Das Auto umschliesst den Einzelnen wie eine Hülle, die vor ungewollten Berührung mit der Umgebung schützt, und wird somit zu einer Art mobilem Bunker." Ein Werbespot von Mercedes Benz aus den späten 90er Jahren beschreibt die Heterotopie des mobilen deutschen Autobunkers in der arabischen Welt. 



Querschnittsbetrachtung ROTATION

"Wenn die Hypochondrie ein Geplagtsein vom Stoffwechsel und von der Funktionalität der Primärorgane ist, könnte man den modernen Menschen, den Kybernetiker, gewissermaßen als einen zerebralen Hypochonder bezeichnen, der von der absoluten Zirkulation der Datenstoffe geplagt wird".

Jean Baudrillard, 1994

Neben der konkret physischen Rotation im Kreisverkehr kommt einem solchen Ort auch eine metaphorische Bedeutung zu. Er verkörpert ein zyklisches Zeitmodell, das Fahrzeuge nicht kausal und linear ordnet, sondern diese sich-im-Kreise-drehen lässt. Der Neurowissenschaftler Wolf Singer (2000) betont die Bedeutung der Gleichzeitigkeit im Hinblick auf die Funktion des Gedächtnisses, dessen "erinnerte Sachverhalte tatsächlich auf Rekonstruktionen von Beziehungen zwischen assoziativen und voneinander getrennten Gedächtnispuren beruhen". Das Gehirn ist ein "neuronaler Assoziationsspeicher" und das Bewusstsein konstituiert sich Augenblick für Augenblick neu. "Es existiert ausschließlich in der Gegenwart". Durch die Wieder-holung im Akt des Erinnerns drehen sich Gedanken oder Tätigkeiten aber nicht Kreis, sondern überformen und verändern die dazugehörigen Engramme immer wieder aufs neue. Der Kulturwissenschaftler Klaus Theweleit: "Die Vergangenheit hinten, die Zukunft vorn, die Gegenwartjetzt, eine Konstruktion, die für alle etwas versierten Leute unsinnig ist; für die meisten Künstler liegen alle Zeiten gleichzeitig vor. Es kommt darauf an, in welche Beziehung wir uns dazu setzen" (Theweleit 2010).

Im Kreisverkehr drehen sich aber nicht nur Fahrzeuge und Gedanken, es wirken auch Zentripedalkräfte, die bei den beteiligten Akteuren zu Schwindel führen. Volker Demuth beschreibt das Sichdrehen als eine "Gebärde, die den Raum attakiert, ihn öffnet, ausweitet, ihn zugleich intensiv und unzugänglich macht, die zentrifugiert und exzentrisch ist." Aus seinen Beobachtungen leitet Demuth das Kulturmodell der "Zyklomoderne" ab. Er beschreibt das allumfassende Projekt der Digitalisierung als eine "Verdichtung der Erlebnis- und Handlungsschleifen." Die Moderne sei "in die Phase ihrer rotierenden Reproduzierbarkeit und Rekombinierbarkeit eingetreten (...) und ist dadurch zur Zyklomoderne geworden. Was heißt, als Medien- und damit als Weltnutzer holt man nicht etwas äußeres heran, sondern man steigt in eine Umgebung, einen reiz-vollen Umkreis ein. Dies führt zu einer völlig veränderten Wahrnehmungs- und Handlungschoreografie, bei der sich das Bewußtsein an sinnlich-elektronische Schaltkriese anschließt. Besonders beispielhaft dafür sind Computer- und Videogames, die man als neuronale und cerebrale Tänze in Mensch-Maschine-Schleifen ansehen muss.'' (Demuth 2010).

Der Abdil-Al-Monem Kreisverkehr in der gesichtslosen Trabantenstadt Kattamia steht für einen solchen Ort der drehenden Dynamik, für das Einfädeln aus der Linearität in die Rotation, den Schwindel und die Option des Ausstiegs. Die Fahrzeuge sind die Akteure, die sich linear und rotierend in Beziehung setzen. Sie formieren einen transitorischen Raum der Verunsicherung und der Verwirrung und gleichzeitig der Konzentration, der Entscheidung und der Neuausrichtung.

CairoRoundabout wird im Januar 2011 im Rahmen der Ausstellung Cross Gaze Cairo im T66 kulturwerk Freiburg sowie im Juni 2011 in der Ausstellung Transportwege im Kunstverein Pforzheim gezeigt.



Literatur

  • Alkemeyer, Thomas (2004): Vom Glück ‚leibnaher’ Technik. 
 http://www.ev-akademie-tutzing.de/doku/aktuell/upload/Motorrad.htm (Zugriff am 09.09.2010)

  • Augé, Marc (1994): Orte und Nicht-Orte, Frankfurt am Main: Fischer

  • Baudrillard, Jean (1991): Das System der Dinge, Frankfurt am Main: Campus

  • Bense, Max (1970): Das Ich, das Auto und die Technik. Köln

  • Deleuze, Gilles; Guattari, Felix (1992): Tausend Plateaux, Berlin: Merve

  • Demuth, Volker (2010): Zyklomoderne, Wien: Passagen Verlag

  • Dowing, George (2004): Emotion, body and parent-infant interaction. Oxford

  • El-Gawhari, Karim (2010): Das Wunder hinter dem Lenkrad. TAZ vom 07.06.2010

  • Fetzner, Daniel; Finckh Sebastian (1996): http://cargo.metaspace.de Zugriff am 13.08.2010

  • Fuchs, Thomas. (2008): Das Gehirn als Beziehungsorgan, Stuttgart: Kohlhammer

  • Habermas, Jürgen (1954): Der Mensch am Lenkrad. F.A.Z. vom 27.11.1954

  • Holl, Ute (2002): Kino, Trance, Kybernetik, Berlin: Brinkmann & Bose

  • Lackoff George; Johnson, Mark (1999): Philosophy in the Flesh, New York: Basic Books

  • Noë, Alva (2006): Action in Perception. Cambridge, Mass.: MIT
Schroer, Markus (2006): Räume, Orte, Grenzen. Frankfurt am Main: Suhrkamp

  • Singer, Wolf (2000): Wahrnehmen, Erinnern, Vergessen. 
 http://www.mpih-frankfurt.mpg.de/global/Np/Pubs/Historikertag.pdf (Zugriff am 09.09.2010)

  • Stanford W. Gregory (1985): Auto Traffic in Egypt as a Verdant Grammar.
 Social Psychology Quarterly, Vol. 48, No. 4, pp. 337-348

  • Theweleit, Klaus (2010): "Vergessen wir nicht - die Psychoanalyse!"
 Vortrag gehalten am 14.11.2009 beim Grazer Arbeitskreis für Psychoanalyse

  • Tiqqun (2007): Kybernetik und Revolte, Zürich: Diaphanes



Idee, Konzept und Künstlerische Leitung: Daniel Fetzner

Das Forschungsprojekt CarioRoundabout (2010/11) entstand in Zusammenarbeit mit den Improvisationsmusikern Harald Kimmig und Jan F. Kurth sowie Bernd Dudzik (Technik), Martin Dornberg (Konzept), John Hakiem (Kamera), Juliane Henrich (Kamera), Magdalena Kallenberger (Organisation, Kamera und Schnitt), Sebastian Kraft (Postproduktion), Stefan Reisinger (Technik) Julien Schmid (Kamera und Schnitt) und Katja Wahl (Technik). CairoRoundabout ist integriert in das Seminar Mobile Media Interventions an der German University in Cairo unter besonderer Mitwirkung der studentischen Tutoren Mohamed Aboelwafa, Mona Diab, Emma Benany, Ali Heraize, Ayman Abou El Kheir, Sara Elias, Aicha Mansour, Kareem Mousa Mohamed Moustafa und Nadia Wernli.

© 2010 Daniel Fetzner
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