Intercorporeal Splits 2010-13
ZYKLUS VON DREI SKYPEPERFORMANCES | » ENGLISH
Wie verändern digitale Medien unser Bewusstsein, unser Zeitempfinden und unsere Sinnesbezüge? Der künstlerische Projektzyklus »Intercorporeal Splits« beforscht die Phänomenologie digitaler Zwischenleiblichkeiten - die einzelnen Teilprojekte fokusieren auf die Medialität von Stimme, Haut und Rhythmus.
In den hyperlokalen Begegnungen von miteinander via Skype interagierenden Improvisationskünstlern werden dissonante Präsenzerfahrungen evoziert. Welche Orts-, Zeit und Körperbeziehungen bilden sich aus und wie wird der Mangel an realer Begegnung von den Akteuren erlebt und kompensiert? Besondere Beachtung findet dabei die Art der Verkörperung in den jeweiligen Situationen - einem indischen Insektenlabor, einem südbadischen Mediamarkt im Vorweihnachtsgeschäft, dem rhizomatischen Geflecht der Megacity Kairo sowie einer ehemaligen Arbeiterkneipe in Freiburg/Haslach.

»Zwischen den Dingen bezeichnet keine lokalisierbare Beziehung, sondern ein Strom ohne Anfang oder Ende, der beide Ufer unterspült und in der Mitte immer schneller fließt.« Deleuze/Guattari, 1992
CairoRoundaboutSTIMMEKairo-Freiburg 2010/11
Teilprojekte PICKUP und VOICE VIA VIOLIN 14. APRIL 2011 VORTRAG IM GOETHE INSTITUT CAIRO 03. JULI - 25. SEPTEMBER 2011 AUSSTELLUNG IM
KUNSTVEREIN PFORZHEIM |
PEAU/PLIEHAUTSélestat-Freiburg 2012
Mediale Faltungen des Innen in das Aussen und des Aussen in das Innen 23. APRIL 2012 / 14 UHR DISKUSSION AM INSTITUT FÜR MEDIENKULTURWISSENSCHAFT 05. MAI 2012 / 17 UHR SKYPEPERFORMANCE IM FINKENSCHLAG/HASLACH 16. MAI - 16. JUNI 2012 RAUMINSTALLATION IM SCHAUFENSTER Sélestat 07. JULI 2012 VORTRAG SYMPOSIUM EPHEMER Kunsthalle Kiel 14. JULI 2012 SCREENING SHOWTIME FINKENSCHLAG Theater Freiburg |
E-Phase DelayRHYTHMUSBangalore-Freiburg 2012/13 Medienexploration zum Phänomen der ›fehlenden Halbsekunde‹ 12.-14. JULI 2013 INSTALLATION UND DISKUSSION IM E-WERK Freiburg |

PROJEKTTHESE: Die Allgegenwart der elektronischen Hypersphäre weicht das Körperempfinden zunehmend auf. Umhüllt vom Rauschen der Cloud verliert das postmediale Selbst an Kontur, die zeitlichen und räumlichen Topologien erfahren immer neue Faltungen und Teilungen.
»Wenn es also Veränderungen gibt, dann nicht, weil ich mich verändere, sondern im Gegenteil: weil sich die konkrete Beziehung ›Ich-Welt‹ verändert. Der Organismus spiegelt die Welt und die Welt den Organismus.« '' Vilém Flusser, "Vampyroteuthis Infernalis"



